2026: Friedensveranstaltungen in Bonn und Rhein-Sieg
Mo. 12. Oktober 2026: Digitale Friedensarbeit
Vortrag von Bernd Rieche (AGDF-Bonn)
VHS Mülheimer Platz, Bonn, Raum 3.49
Beginn 18:00 Uhr
Konflikte eskalieren auch im digitalen Raum. Friedensarbeit findet zunehmend digital statt.
Bernd Rieche, Referent für zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Friedensbildung der
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (Bonn), gibt einen Überblick über Notwendigkeiten und
Chancen des Digitalen in der Friedensarbeit: sei es Konfliktbearbeitung im digitalen Raum, dem
Erreichen neuer Zielgruppen durch digitales Arbeiten, der Notwendigkeiten sich auch digital
resilient aufzustellen oder neue Methoden durch sogenannten Peace-Techs, also technisch unterstütze Methoden.
Samstag 19. September 2026: Friedenskonzert zum Mitsingen
ab 18.00 Uhr – Johanneskirche, Zanderstrasse 1, Godesberg
Konzert zum Mitsingen in der Johanneskirchengemeine in Godesberg.
Die Gemeinde und die DFG-VK Bonn-Rhein-Sieg laden ein im Rahmen der Bonner Friedenstage gemeinsam Friedenslieder zu singen.
IN PEACE WE TRUST - wir glauben an den Frieden und an die Möglichkeit, ihn
durch kluge Friedenspolitik zu erreichen. Deshalb machen wir am 1.
September, dem deutschen Antikriegstag, Open-Air-Musik für alle, die mit
uns diese positive Einstellung teilen. Wir wollen damit ein öffentliches
Zeichen für Friedenspolitik statt Kriegsvorbereitung setzen.
Die Friedensfahrradtour in NRW, organisiert von der DFG-VK, hat dieses Jahr
wieder Halt in Bonn gemacht. Mit einer Performance am Montag (20. Juli)
auf dem Münsterplatz wurde auf die Maßlosigkeit der Aufrüstung
aufmerksam gemacht und für eine friedliche Zukunft demonstriert.
Die Friedensfahrradtour 2026 startete am 18. Juli in Siegen und geht noch
über Köln, Düsseldorf (22. Juli), Krefeld (23. Juli), Essen und Bochum
bis Dortmund. Der genaue Terminplan findet sich hier:
Friedensfahrradtour 2026
Friedensfahrradtour 2026 in Bonn auf dem Münsterplatz (Fotos: Martin Singe)
Mittwoch, 8. Juli 2026 Flaggentag der Mayors for Peace 2026
Kundgebung und Hissen der Friedensflagge am Rathaus/Markt, um 12 Uhr
Für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag!
Mehrere Hundert Städte beteiligen sich am 8. Juli in Deutschland im Rahmen des „Mayors for Peace-Netzwerkes" an Aktionen
zum Hissen der Friedensflagge vor den Rathäusern, um ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen. Das weltweite Netzwerk mit über
8.000 Städten wurde 1982 vom Bürgermeister der Stadt Hiroshima gegründet. Der Tag verweist auf das Gutachten des Internationalen
Gerichtshofs vom 8.7.1996, in dem die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen als generell völkerrechtswidrig verurteilt wurden.
Wir laden ein, an unserer Kundgebung vor dem Bonner Rathaus/Markt am Mittwoch, 8.7.2026, um 12 Uhr teilzunehmen! Setzt mit uns
ein Zeichen gegen die atomare Aufrüstung!
In Büchel in der Eifel – 70 Kilometer von Bonn – lagern ca. 15 US-Atombomben, die im Kriegsfall von Bundeswehrpiloten im Rahmen
der nuklearen Teilhabe in ihre Ziele geworfen werden sollen. Neue Tarnkappenbomber vom Typ F-35 sollen die Rolle der Trägerflugzeuge
ab 2027 übernehmen, da sie die neuen B-61-12-Atombomben zielgenauer einsetzen können.
Weltweit wird nuklear aufgerüstet, die Arsenale werden modernisiert, alle Abrüstungsverträge sind gekündigt oder ausgelaufen.
Wir protestieren gegen den atomaren Wahnsinn und fordern von der Bundesregierung:
Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Beendigung der „nuklearen Teilhabe"
Keine neuen europäischen Atomwaffen-Kooperationen
Absage der Beteiligung der Bundeswehr am Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon"
Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag
Eintreten für ernsthafte Verhandlungen über vollständige nukleare Abrüstung
Bei der Kundgebung (ca. 30 Minuten) sprechen ein oder eine Bürgermeister/in als Mayor for Peace und Martin Singe von Pax Christi Bonn für das FriedensForum Bonn.
Mi. 1. Juli 2026: „BASTA! Der Sozialstaat braucht Deine Hilfe!“
17 Uhr An der Bastei, Konrad-Adenauer-Ufer 80, Köln
Der DGB und viele Mitgliedsgewerkschaften rufen zu Demonstrationen gegen Sozialkahlschlag und Leistungskürzungen auf.
Auch in unserer Region: 1. Juli 2026 um 17 Uhr An der Bastei, Konrad-Adenauer-Ufer 80, Köln,
unter dem Motto: BASTA! Der Sozialstaat braucht Deine Hilfe!
Wir unterstützen diesen Protest! Als DFG-VK weisen wir schon seit langem darauf hin, dass die grenzenlose Steigerung der Rüstungsausgaben
und die ungehemmte Vorbereitung einer deutschen „Kriegstüchtigkeit“ zum Abbau des Sozialstaats führen werden. Investitionen in Bildung und Sozialsysteme
bringen mehr für die Zukunft, als unkontrollierte und ungehemmte Aufrüstung.
Sa. 20. Juni 2026 Gedenken an die Zwangsarbeiter:innen
Gegen das Vergessen, Gedenken um 16 Uhr auf dem Bonner Nordfriedhof an der Kölnstraße
Wieder erinnerte Frau Prof' Dr. Katja Makhotina an das Schicksal der hier Beerdigten und den fragwürdigen offiziellen Umgang
mit ihrem Andenken. Das (noch nicht so alte) orthodoxe Kreuz suggeriert eine religiöse Zuordung, während es sich tatsächlich um
Personen unterschiedlicher (a)religiöser und ethnischer Herkunft handelt, Zwangsarbeiter*innen, ihre Säuglinge, und möglicherweise
Kriegsgefangene - nach Kriegsende und in der jungen Bundesrepublik hat man sich wenig darum gekümmert. (Obwohl, oder weil, Zwangsarbeit
in fast allen Betrieben in Deutschland stattfand.)
Auffällig sind die sehr jungen Kleinkinder, die also kurz nach ihrer Geburt in speziellen Heimen zu Tode „gepflegt“ wurden,
auch ihre zu Zwangsarbeit herangezogenen Mütter sind (wie fast alle in diesem Gräberfeld) in noch jugendlichem Alter gestorben.
Zu ihrem Andenken legen wir auf jedes Grab eine Blume, während der jeweilige Name verlesen wird: Damit sie nicht nur als Opfer
gesehen werden, sondern in ihrer menschlichen Würde als Personen wahrgenommen werden.
Nach Polen 1939 überfiel Nazi-Deutschland 1941 die Sowjetunion, heute vor 85 Jahren. Der Krieg in Osteuropa war nicht nur ein Eroberungskrieg, sondern als rassistisch motivierter Vernichtungskrieg angelegt.
Vortrag und Diskussion mit Hendrik Simon
(Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung Frankfurt)
Teil unserer Kooperationsveranstaltungen mit der VHS-Bonn
Die DFG-VK Ortgruppe Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich in einer Kooperation mit der Volkshochschule Bonn.
Jeweils um das VHS-Semesterthema versuchen wir dem Aspekt „Frieden“ in verschiedenen Veranstaltungen mehr
Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, aber mit einer Anmeldung verbunden.
Ist das Völkerrecht und sind Abrüstungsverträge noch eine Basis, auf der auch in Zukunft die Sicherheit
der Welt aufgebaut ist, oder erodiert das Machtgefüge zurück in ungeregelte Konfrontationen, in denen
Drohgesten und Aufrüstungsprogramme Unsicherheiten potenzieren?
Antworten auf diese Fragen sucht Dr. Hendrik Simon vom Leibniz-Institut für Friedens- und
Konfliktforschung in Frankfurt am Main. Er forscht zu Normen in der internationalen Politik und der Rolle
des Völkerrechts in Geschichte und Gegenwart.
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Bonn
Eintritt frei - Anmeldung erbeten unter dem folgenden Link:
Vortrag und Diskussion mit Lukas Mengelkamp
(Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik HH)
Teil unserer Kooperationsveranstaltungen mit der VHS-Bonn
Die DFG-VK Ortgruppe Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich in einer Kooperation mit der Volkshochschule Bonn.
Jeweils um das VHS-Semesterthema versuchen wir dem Aspekt „Frieden“ in verschiedenen Veranstaltungen mehr
Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, aber mit einer Anmeldung verbunden.
Funktioniert die Abschreckung noch – oder hat sie das je?
Wir wollen uns informieren, worin das Konzept besteht, auf das man gerade wieder so vehement setzt. Unser
Referent stellt die ambivalente Geschichte von Abschreckung im Kalten Krieg dar und analysiert vor diesem
Hintergrund kritisch die heutige Rückkehr der Abschreckung.
Lukas Mengelkamp ist Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungs- und Transferprojekt
Rüstungskontrolle und Neue Technologien am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der
Universität Hamburg.
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Bonn
Eintritt frei - Anmeldung erbeten unter dem folgenden Link:
2026 in der Ukraine: Verfolgung des Pazifisten Jurij Scheljaschenko
Liebe Freundinnen und Freunde,
wir möchten Euch auf diesem Weg bitten, Euch an der Unterstützung für Yurii Sheliazhenko aktiv zu beteiligen.
Yurii Sheliazhenko ist Geschäftsführer der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung. Er lebt und arbeitet in Kiew. Von
seinem Büro aus unterstützt er Kriegsdienstverweigerinnen Kriegsdienstverweigerer in der Ukraine, denen eine Einberufung
zum Militär, der Einsatz an der Front oder Strafverfolgung droht.
Yurii Sheliazhenko ist immer wieder staatlicher Verfolgung ausgesetzt; auch ihm droht die Zwangsrekrutierung durch das
ukrainische Militär.
Anbei der Vorschlag für ein Schreiben an
- das Einberufungsamt Kiew pechersk_rvk@post.mil.gov.ua
- das Verteidigungsministerium der Ukraine admou@post.mil.gov.ua
- die Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland, Albrechtstrasse 26, 10117 Berlin emb_de@mfa.gov.ua
Aktuell: Jurij ist seit Samstag wieder frei, wenn auch nur temporär (Stand: 25. März 2026). Jurij hat
am Sonntag dann ein Video von sich hochgeladen, in dem er die Situation erzählt und seine Verletzungen zeigt.
Es sind keine offenen Wunden, aber hier schildert er seine Gewalterfahrungen:
https://youtu.be/9jtPTDmoAGc (auf YouTube)
Mehr als doppelt so viele Menschen wie im Vorjahr verweigerten 2025 den Kriegsdienst. Es ist absehbar, dass
in den nächsten Jahren eine Wehrpflicht wieder eingesetzt werden wird. Dagegen setzen viele junge Menschen ein
Zeichen und machen deutlich: Ich bin nicht bereit, mich in militärische Strukturen zwingen zu lassen und in den
Krieg zu ziehen. Gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht gingen bereits Zehntausende auf die Straße, der
zweite Schulstreik am 5. März ist ein Beispiel dafür.
Eine Möglichkeit, um sich dagegen zu wehren Teil der Kriegsmaschienerie zu werden, ist die Kriegsdienstverweigerung (KDV).
Darum, was KDV ist und um erste Schritte, wie man da dran geht, soll es in dem Webinar gehen. Bei einem 20-Minütigen
Input wird der Hintergrund der Verweigerung beleuchtet und aufgegriffen, was sie zum Widerstand gegen die Wehrpflicht
beitragen kann und wie das Verweigerungsverfahren abläuft.
Zielgruppe
Hast du vielleicht einen Brief von der Bundeswehr bekommen und fragst du dich, was du jetzt tun sollst? Überlegst du
schon länger, KDV zu machen aber es fehlt ein konkreter Impuls? Dann bist du bei dem Webinar genau an der richtigen Adresse.
Wer?
Die Deutsche Friedensgesellschaft gehört zu den Experten in Sachen Kriegsdienstverweigerung. Wir können auf eine lange
Tradition der KDV-Beratung zurückgreifen. Als Referenten haben wir Joachim Schramm gewonnen. Er ist Landessprecher der DFG-VK
und hat viele Jahrzehnte Erfahrung im Bereich KDV.
Wir laden ein
Das Webinar findet am Sonntag, den 22.3.26 um 17 Uhr über die Online-Plattform „Big Blue Button" statt. Da brauchst du
nichts runterzuladen sondern kannst dich einfach im Browser zuschalten.
26. Februar 2026: Iran: Aufbruch oder Aufruhr – welche Perspektiven eröffnen
sich?
DGB-Haus Bonn, Endenicher Str. 127, 53115 Bonn
18:30 Uhr
Vortrag von Dr. Hossein Pur Khassalian
Veranstalter: FriedensForum Bonn
Dr. Hossein Pur Khassalian, von Beruf Arzt, ist Iraner und lebt in Bonn.
Er war Ende letzten Jahres zwei Monate in seinem Heimatland und bringt
überraschende Eindrücke mit. Was erfahren wir davon in den deutschen
Medien? Will die USA, will Donald Trump den Iran von der Mullah-Herrschaft
befreien? Welchen Auftrag hat die US-Armada am Persischen Golf? Ist nach
Venezuela jetzt der Iran dran? Ist Reza Pahlavi eine eigenständige Kraft
mit dem Ziel einer Demokratisierung im Iran? Welche Akteure sind im Iran
aktiv? Wer ist die Opposition? Wer steht für eine Demokratisierung im
Land?
Hossein Pur Khassalian diskutiert mit uns die politischen
Perspektiven des Iran. Wir freuen uns auf einen interessanten Abend mit
ihm!
Angesichts neuer Bedrohungsszenarien, immer mehr und willkürlicher Kriege sollte es eine Alternative zu den immer gleichen
Reflexen militärischer Aufrüstung geben. Zivile Ansätze gewaltfreien Widerstandes sollten verstanden und gestärkt werden.
Hierin liegt eines der Ziele, dass sich die Regionalgruppe Soziale Verteidigung setzt.
Die DFG-VK Gruppe Bonn-Rhein-Sieg hatte hierzu im letzten Jahr eine Veranstaltung initiiert und wir haben ein Interesse auch
in Bonn ausmachen können. Gern weisen wir also auf diese neue Initiative hin, bei der es sicher nichts schadet, wenn auch
Bonner*innen hineinschnuppern und sich beteiligen!
Mehr Informationen beim Friedensbildungswerk Köln.
15. Januar 2026 KDV-Infoveranstaltung in Troisdorf
KDV-Beratung in Troisdorf 15.1.2026
In Kooperation mit der Linken in Niederkassel macht die DFG-VK
Ortsgruppe eine Infoveranstaltung zum neuen Wehrdienst und den
Möglichkeiten der Kriegsdienstverweigerung.
Adresse: Kölner Str. 106 in Troisdorf ab 19.00 Uhr
Mo. 3. November 2025: „Neue Ungleichheiten? Rüstung und Sozialabbau“
Teil unserer Kooperationsveranstaltungen mit der VHS-Bonn
Die DFG-VK Ortgruppe Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich in einer Kooperation mit der Volkshochschule Bonn. Jeweils um das VHS-Semesterthema
versuchen wir dem Aspekt „Frieden“ in verschiedenen Veranstaltungen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, aber mit einer Anmeldung verbunden.
Die Debatten um die Bereitstellung neuer Geldmittel für die Bundeswehr und Verteidigung allgemein sowie die geplante Aufnahme neuer Schulden in diesem Zusammenhang werfen auch Fragen nach sozialer
Sicherheit auf.
Infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde das größte Aufrüstungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingeleitet. Zuerst über das sogenannte „Sondervermögen“ – also
Schulden – und nun über die Aussetzung der Schuldenbremse werden die Militärausgaben in einem Ausmaß erhöht, das bislang für unvorstellbar gehalten wurde. Durch immense jährliche Zuwächse sollen die
Militärausgaben nach aktuellen Planungen bis 2029 auf rund 30 Prozent (rechnet man die Ausgaben für militärrelevante Infrastruktur hinein sogar über 40%) des gesamten Bundeshaushaltes steigen.
Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit dieser Ausgaben wird überhaupt nicht mehr gestellt und stattdessen eine dramatische Militarisierung nahezu sämtlicher Gesellschaftsbereiche in Kauf genommen.
Vor allem aber werden die kosten dieser Aufrüstung den jetzt bereits lautstark erhobenen Forderungen, zur Re-Finanzierung vor allem die Axt bei den Sozialausgaben anzusetzen, weiter Rückenwind verleihen.
Kanonen statt Butter lautet die neue vor allem auch von den arbeitgebernahen Wirtschaftsinstituten ausgegebene Devise!
Der Politikwissenschaftler Jürgen Wagner spricht über die bisherigen Überlegungen und deren möglichen Folgen. Im Fokus steht die Frage, ob Rüstung zur Vertiefung von Ungleichheit in Deutschland beitragen wird.
Jürgen Wagner ist Politikwissenschaftler und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. Jüngste Buchveröffentlichung: Im Rüstungswahn:
Deutschlands Zeitenwende zu Aufrüstung und Militarisierung (Köln: PapyRossa)
Mo, 3.11.2025 VHS Mülheimer Platz 1, großer Saal, 18.00 Uhr
Mi. 29. Oktober 2025: „Wehrpflicht und Zeitenwende“
Podiumsdiskussion um die Wehrpflicht
Teil unserer Kooperationsveranstaltungen mit der VHS-Bonn
Die DFG-VK Ortgruppe Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich in einer Kooperation mit der Volkshochschule Bonn. Jeweils um das VHS-Semesterthema
versuchen wir dem Aspekt „Frieden“ in verschiedenen Veranstaltungen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, aber mit einer Anmeldung verbunden.
„Wir schaffen einen neuen attraktiven Wehrdienst, der zunächst auf Freiwilligkeit basiert", heißt es im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Die Wehrpflicht bleibt also vorläufig noch ausgesetzt,
aber zugleich wird die Wehrerfassung wieder eingeführt. Alle 18jährigen bekommen einen Fragebogen zugesandt, den die Männer verbindlich ausfüllen müssen, ob sie Wehrdienst leisten.
Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte jüngst: „Wenn der Zeitpunkt kommen sollte, an dem wir mehr Kapazitäten zur Verfügung haben als freiwillige Meldungen, dann wird gegebenenfalls
entschieden werden, dass wir verpflichtend einziehen." (Tagesschau.de, 24.05.2025)
Laut einer Yougov-Umfrage von Anfang März 2025 befürworten zwar rund 58 Prozent der Deutschen eine Wehrpflicht. Die 18- bis 29-Jährigen, im Zweifel selbst betroffen, lehnen eine Wehrpflicht
aber zu 61 Prozent ab. (tagesschau.de, 31.03.2025)
Die Frage nach dem Wehrdienst wirft neben ethischen, rechtlichen, finanziellen, und sicherheitspolitischen Fragen auch solche der Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit auf.
Über das Für und Wider diskutieren der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestags und aktuelle Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Hans-Peter Bartels, sowie Tobias Pflüger, der
seit den 1980er Jahren in der Friedensbewegung aktiv ist und von 2017-2021 für Die Linke im Bundestag verteidigungspolitischer Sprecher war.
Mi, 29.10.2025 VHS Mülheimer Platz 1, großer Saal, 19.00 Uhr
Bericht
Das Podium: Wehrpflicht und Zeitenwende
In einer gut besuchten Veranstaltung in Kooperation mit der VHS-Bonn und der Gesellschaft für Sicherheitspolitik sollte es eigentlich um das Für und Wider der Wehrpflicht gehen. Tobias Pflüger, ehemals im
Verteidigungsausschuss und IMI-Vorstand hatte Eingangs seine kritische Position gegenüber dem Kriegsdienst, wie auch gegenüber anderen Zwangsdiensten als Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung begründet,
bevor Hans-Peter Bartels, 2015 bis 2020 Wehrbeauftragter des Bundestages, eine Wehrpflicht vor allem aus einer Bedrohungslage – siehe Ukrainekrieg – heraus begründete. Leider blieb die von Rüdiger Franz vom
Generalanzeiger moderierte Debatte nicht auf das Thema Wehrpflicht beschränkt, sondern mäanderte zwischen mehr oder minder gelungen historischen Analogien und mehr oder minder spekulativen Zukunftsvisionen hin und her.
Somit war es mehr ein, nicht desto trotz mehr als notwendiger, Austausch diametral entgegengesetzter Positionen auch im Publikum.
Mi. 10. September 2025: „Neuer Wehrdienst“ und Kriegsdienstverweigerung
Informationsabend, um 19:00 Uhr im Haus Mondial, Fritz-Tillmann-Str. 9, Bonn
Der von der Bundesregierung geplante „neue Wehrdienst“ dürfte der erste
Schritt zur Wiederinkraftsetzung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland
sein. Die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) und Pax Christi haben
in Bonn ein Beraterteam für Menschen gebildet, die sich über das Grundrecht
auf Kriegsdienstverweigerung nach Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes
informieren möchten.
Der Informa onsabend der Berater wird den „Neuen Wehrdienst“ be
leuchten, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung erläutern und Gelegen
heit zur Diskussion geben.
Für Einzelgespräche stehen wir ab 15. September jeden Montag von 18
19 Uhr im BildungsForum Lernwelten, Im Krausfeld 30a, zur Verfügung.
Veranstalter:
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
(Bonn-Rhein-Sieg) und Pax Christi Bonn.
Kontakt mit dem Beraterteam: Tel.: 0163 2184807
Mail: bonn-rhein-sieg@dfg-vk.de Insta: kdv_beratung_bn
Am 1. September 2025 veranstaltet die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
(DFG-VK) in der Namen-Jesu-Kirche in der Bonner Innenstadt ein Friedenskonzert mit hochkarätiger Besetzung:
Es spielen der international gefeierte Jazztrompeter Markus Stockhausen, die auf Improvisationsmusik spezialisierte
Cellistin Sue Schlotte, der Bonner Jazzpianist Marcus Schinkel, der Posaunist Norbert Bujtor und weitere Musiker und
Musikerinnen. Neben toller Musik gibt der Abend einen Einblick in die friedenspolitische Arbeit der DFG-VK in Bonn.
Demokratien sind stabil und widerstandfähig, wenn sie Wege finden, Dissens in demokratischen Prozessen auszuhandeln. Die Friedensfrage ist
dabei eine der entscheidenden Positionen, die über die unterschiedlichen politischen Lager hinweg, verhandelt wird. Die Friedensbewegung erfüllt
hier seit den 1970er Jahren eine wesentliche Funktion, Meinungen und Positionen in den politischen Betrieb mit einzubringen.
Kristian Golla von der Friedenskooperative und Andreas Seifert (DFG-VK Bonn-Rhein-Sieg) präsentieren einen wichtigen Akteur der
Friedensbewegung und berichten über die Entwicklung der Bewegung insgesamt.
Resilienz ist aber auch Thema in der Perspektive des Ortes: Das Viertel, in dem das Büro der Friedenskooperative liegt, war vor nicht allzu
langer Zeit ein sozialer Brennpunkt, den umzugestalten gelungen ist.
Teil unserer Kooperationsveranstaltungen mit der VHS-Bonn im ersten Halbjahr 2025 zum Thema Resilienz
Die DFG-VK Ortgruppe Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich in einer Kooperation mit der Volkshochschule Bonn. Jeweils um das VHS-Semesterthema
versuchen wir dem Aspekt „Frieden“ in verschiedenen Veranstaltungen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Im ersten Halbjahr 2025 steht das
Thema Resilienz im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, aber mit einer Anmeldung verbunden.
Di, 6.5.2025, Treffpunkt Platz vor der St. Hedwig-Kirche, Mackestraße 41, 17.00-18.30 Uhr. Limitiert auf 20 Teilnehmende.
Sicherheit wird immer wieder unter dem Aspekt militärischen Schutzes begriffen. Bewaffnete Konflikte nehmen an Häufigkeit und Intensität zu.
Welche nicht-militärischen Alternativen gibt es? Welche Wege zur Deeskalation? Ziel ist es, sich der Komplexität von Konflikten bewusst zu
werden und Wege zu diskutieren, wie sich diese im Denken und Handeln bearbeiten lassen.
Stefanie Intveen von der DFG-VK Gruppe Köln stellt exemplarisch das Konzept der Friedenslogik vor und diskutiert es mit dem Publikum.
Teil unserer Kooperationsveranstaltungen mit der VHS-Bonn im ersten Halbjahr 2025 zum Thema Resilienz
Die DFG-VK Ortgruppe Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich in einer Kooperation mit der Volkshochschule Bonn. Jeweils um das VHS-Semesterthema
versuchen wir dem Aspekt „Frieden“ in verschiedenen Veranstaltungen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Im ersten Halbjahr 2025 steht das
Thema Resilienz im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, aber mit einer Anmeldung verbunden.
Mi, 26.3.2025 VHS Mülheimer Platz 1, R. 3.49, 18.00-19.30
Kurzbericht: Mit fast dreißig TeilnehmerInnen war die Veranstaltung mit Stefanie Intveen gut besucht. In ihrem Vortrag zu „Kann man Frieden machen?“
stellte sie das zugrunde liegende Konzept der Friedenslogik von Hanne-Magret Birckenbach dar
(z.B. AG Friedenslogik PZKB).
„Das Grundgerüst der Friedenslogik fußt auf der Erkenntnis, dass Frieden sowohl durch die Abwesenheit von Gewalt als auch durch konstruktive
Beziehungssysteme bestimmt ist. Der Sinn des Ansatzes besteht darin, soziale wie politische Praxis theoretisch so zu differenzieren, dass sie zum
Ziel des Friedens beitragen können. Die Friedenslogik stellt das kohärente Extrakt wesentlicher Erkenntnisse der Friedens- und Konfliktforschung dar,
die im Spiegel langjähriger Praxis ziviler Konfliktbearbeitung reflektiert worden sind“ (Christiane Lammers).
Entlang der Erläuterung der fünf Kernelemente (Ziel – Gewalt vorbeugen; Weg – Konflikt transformieren; Mittel – Dialog ermöglichen; Ethik –
Interessen anpassen; Fehler – erkennen und nutzen) reicherte sie ihren Vortrag mit Ausschnitten aus dem aktuellen
„Signal-Gate“ in den USA an und
gab damit eine Möglichkeit, die Dimensionen einer besseren/zielführenderen Konfliktlösung zu verstehen.
In der anschließenden Debatte wurde auch die Frage nach dem persönlichen Engagement im Alltag aufgeworfen. Insbesondere wurde auf die
Dialogbereitschaft der Bevölkerung verwiesen und der Möglichkeit die vorhandenen Kommunikationskanäle, z.B. über Städtepartnerschaften, weiterhin
zu nutzen, um einer Dämonisierung und einer Abschottung entgegen zu wirken.
Montag 10.2.2025: Friedenstüchtig mit Angriffswaffen?
Wie sollte ein Europäisches Sicherheitskonzept ohne die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen aussehen?
Das Bonner Friedensforum lädt herzlich ein zum Vortrag am
Mo, 10.02.2025 um 19:00 Uhr
im DGB-Haus, Endenicher Str. 127, 53115 Bonn.
Der Journalist und Publizist Andreas Zumach, langjähriger UN-Korrespondent am Hauptsitz der UNO in Genf und Experte für internationale Beziehungen
und Konflikte wird uns seine Vorstellungen eines alternativen Europäischen Sicherheitskonzepts ohne die geplanten Stationierung von weitreichenden
Mittelstreckenraketen präsentieren, die auch an die Vorstellungen eines "gemeinsamen Europäischen Hauses" von Michael Gorbatschow anknüpfen.
Mit der für 2026 im Alleingang von Deutschland geplanten Stationierung von Mittelstreckenraketen wäre eine weitere Eskalation der ohnehin angespannten
Situation verbunden. Da diese Raketen weit nach Russland - entgegen den Bestimmungen des gekündigten INF-Vertrages - fliegen könnten, wäre damit eine
Verschärfung des ohnehin bestehenden Konfliktes der NATO mit Russland verbunden und das nuklear-strategische Gleichgewicht zwischen West und Ost würde
in gefährlicher Weise verändert.
Über diese Situation wollen wir mit Andreas Zumach ins Gespräch kommen und diskutieren.
Der Eintritt ist frei. Spenden werden ausdrücklich erbeten.
Ein Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine ist nicht absehbar, und die beteiligten Gesellschaften versinken immer tiefer in dem Strudel der Gewalt. Auch
anderswo auf der Welt eskalieren Konflikte, sei es in Israel und Gaza oder in der Demokratischen Republik Kongo. Die Aussichten sind düster.
Welche Folgen hat der andauernde Krieg in der Ukraine und welche Perspektiven jenseits von Gewalt und Eskalation lassen sich eröffnen?
Dr. Malte Lühmann ist Politikwissenschaftler und beschäftigt sich als Beirat der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. mit deutscher und europäischer
Außen-, Kriegs- und Rüstungspolitik. Er geht der Frage nach, was getan werden kann, um eine nachhaltige Entwicklung hin zu Frieden und Gerechtigkeit einzuleiten,
und stellt verschiedene Positionen zur Debatte.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der DFG-VK mit der VHS-Bonn.
Empfang im Alten Rathaus Bonn am 4.10.2016: Christa Pfeiffer, Guido Grünewald, Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel, Yuri Nagao, Kunihiko Sakuma, Mai Oishi
Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Gruppe Bonn-Rhein-Sieg, gratuliert Nihon Hidankyō herzlich
zur Verleihung des Friedensnobelpreises 2024. Die Auszeichnung würdigt das jahrzehntelange Engagement von Überlebenden der Atombombenabwürfe
von Hiroshima und Nagasaki sowie von Aktivistinnen und Aktivisten, die weltweit unermüdlich gegen den Einsatz und das Testen von Nuklearwaffen
kämpfen und eine Welt ohne Atomwaffen fordern.
Die DFG-VK arbeitet bereits seit mehreren Jahrzehnten mit Nihon Hidankyo zusammen. Dieser Austausch begann Anfang der 1980er Jahre mit Besuchen
in Hiroshima und Nagasaki als Gast von Nihon Hidankyo (Dachverband der Hibakusha-Organisationen) und umfasste mehrere Vortragsreisen von Hibakusha
sowie den Austausch von Grußbotschaften. Auch in Siegburg (1995) und Bonn (2000 und 2016) waren Hibakusha Gast unserer Gruppe. Sie sprachen in
Schulen und öffentlichen Versammlungen und wurden 2016 im Bonner Rathaus von der Stadt empfangen.
Zwei Broschüren (u.a. mit Erinnerungen an die hiesigen Besuche), die den Hibakusha ein menschliches Gesicht verleihen und zeigen,
dass Opfer nicht in dieser Rolle feststecken müssen, sondern selbstbewusst eine Vorreiterrolle einnehmen können, sind hier zu finden:
3./10./17./24. September 2024: Kriege verhindern und Kriege beenden - Texte und Lieder zum Nachdenken und Handeln
An jedem Dienstag-Nachmittag im September wollen wir von 16-18 Uhr friedenspolitische Texte vorlesen und
gemeinsam beliebte Friedenslieder singen, mitten in der Bonner Fußgängerzone.
Die kurzen Texte sollen Denkanstöße geben, wie ungelöste Konflikte zu Kriegen führen, welche Politik dies
verhindern kann, wie Kriege beendet werden können und welche politischen Schritte für das Erreichen eines
dauerhaften Friedens notwendig sind. Und nicht zuletzt, was wir als Bürger*innen tun können, damit unsere Regierung
von der aktuellen militärisch dominierten Konfrontationspolitik abrückt und zur Friedens- und Entspannungspolitik
zurückkehrt, die die deutsche Wiedervereinigung gewaltlos ermöglicht hat.
10. September 2024: Der Friedensauftrag des Grundgesetzes
VHS-Bonn, Mühlheimer Platz 1, Großer Saal, 18:00 Uhr
Mit Bernd Hahnfeld
Das Grundgesetz ist keine pazifistische Verfassung. Aber es enthält zentrale Bestimmungen, die den Einsatz militärischer Gewalt und die Drohung
damit eng begrenzen und einschränken. Eine „Kriegsführungsfähigkeit“ sieht das Grundgesetz anders als der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius
nicht vor. Vielmehr spricht das Grundgesetz nur von der Bewahrung des Friedens, von dem friedlichen Zusammenleben der Völker und der Verteidigungsfähigkeit.
Bernd Hahnfeld ist Richter im Ruhestand und seit über 40 Jahren in verschiedenen Friedensorganisationen tätig. Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied der
IALANA, einer Vereinigung für Friedensrecht.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der VHS-Bonn, der DFG-VK und Pax Christi.
Bericht vom Vortrag „Das Friedensgebot des Grundgesetzes“ (Bernd Hahnfeld)
Der Referent Bernd Hahnfeld, Richter im Ruhestand und Gründungsmitglied
der IALANA (https://www.ialana.de/) erläuterte in seinem Beitrag
Hintergründe und Funktionen des im Grundgesetz hinterlegten Friedensgebotes. Ausgehend von den Kriegserfahrungen des 2. Weltkrieges,
wurde 1949 im Grundgesetz eine Festlegung auf eine friedensstiftende und friedenserhaltende Bundesrepublik eingeschrieben. An diesem Grundsatz
wurde auch nach 1956, der Neubewaffnung der BRD, nichts geändert.
Hahnfeld erläuterte die enge Anbindung des GG an die Rechtsnormen der UN
und des Völkerrechts und beschrieb, wie diese nach 1994 in mehreren
Schritten aufgeweicht wurde. Er fasste die zentralen Elemente des
Friedensgebots im GG in zehn Punkten zusammen und betonte dabei den
Grundsatz einer „Gemeinsamen Sicherheit“, die sich von einem
partikularen, einseitigen auf eine Gruppe bezogenen Sicherheitsbegriff
deutlich abgrenzt. Mit dem Ukraine-Krieg, Israels Krieg gegen die Hamas
und der nuklearen Teilhabe wurden drei Beispiele aufgegriffen und aus der
Perspektive des Grundgesetzes kritisch bewertet. Zum Abschluss fasste er
zusammen:
„Das Friedensgebot des Grundgesetzes gilt weiter - auch in Zeiten
erhöhter sicherheitspolitischer Spannungen. Gerade in solchen Krisen kann
es seine friedenssichernde Kraft zeigen. Das setzt allerdings voraus, dass
die Verantwortlichen in Deutschland sich an Recht und Gesetz halten –
wozu sie zudem durch unsere Verfassung verpflichtet sind.“
In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem hervorgehoben, wie
schwer es mitunter ist, die Konformität des politischen Alltags (Aussagen
und Handlungen von Regierungsmitgliedern) mit den Festlegungen im
Grundgesetz zu prüfen und einzuklagen. Zurecht wurde hier gefragt, ob es
nicht zu einer Lücke in der demokratischen Legitimation kommt, wenn die
Festlegungen im Grundgesetz sehr lax und an den (ggf.
unterstellten/antizipierten) „Wünschen“ des Wahlvolks orientiert,
ausgelegt werden.
Bernd Hahnfelds Beitrag in voller Länge findet sich über den Link direkt über diesem Bericht. Unter den
Impressionen zu den Friedenstagen insgesamt (von der Friedenskooperative gesammelt) finden sich auch in paar
zum Vortrag, siehe den Link weiter oben.
30. August 2024 Anti-Kriegstag, Bonn Friedensplatz
Auf Einladung des Friedensforums Bonn fand der diesjährige Anti-Kriegstag
auf dem Friedensplatz in der Bonner Innenstadt statt. Auch wenn sich nur
eine kleinere Gruppe zusammengefunden hat, wurde die Erinnerung an den Tag
des Überfalls auf Polen und damit an den Beginn des 2. Weltkriegs in die
Öffentlichkeit gebracht. In vier Beiträgen wurden unterschiedliche
Schlaglichter auf die Hintergründe des Anti-Kriegstages und die aktuelle
Situation geworfen. Karin Gierszewski erinnerte in ihrem Beitrag an den
Umgang der Stadt Bonn mit der Erinnerung an den Krieg und konkret mit
einem Mahnmal der Deserteure, wohingegen für Lothar Eke aktuelle
Entwicklungen im Vordergrund standen. Für die DFG-VK-Gruppe hielt Andreas
Seifert einen Beitrag, in dem er sich mit den Tendenzen der
Militarisierung der letzten Jahre beschäftigte. Sophia ergänzte eine
Perspektive einer jungen Bonnerin und animierte zum mutigen Widersprechen.
Zwischen den Beiträgen wurden Friedenslieder angestimmt und von Inca
musikalisch begleitet.
Redebeitrag für die Antikriegstagsveranstaltung am 30. August 2024 in Bonn, Andreas Seifert
es gibt eine Reihe von Jahrestagen im Friedenskalender- wir erinnern an Atombombenabwürfe, den Beginn oder
das Ende von Kriegen, wichtige Verträge, wie den Atomwaffenverbotsvertrag, wir erinnern an die Unsitte der
Rekrutierung von Kindern und Minderjährigen. Bei einigen dieser Feiertage schließt sich die Politik an – mehr aus
Opportunität, denn aus Anteilnahme - bei den meisten bleibt sie fern.
lm Augenblick kommen neue Feiertage hinzu, die weniger mit dem Frieden als Thema zu tun haben, denn mit dem Krieg.
Veteranentage und solche aus der Traditionspflege der Bundeswehr erhalten ein höheres Gewicht. Hier ist die Politik,
sind Politiker vieler Parteien immer öfter dabei. Das ist kein Zufall.
Bei der ersten Lesung des bayerischen Bundeswehrförderungsgesetz – ja das gibt's tatsächlich – überboten
sich AfD, CSU, Freie Wähler, SPD und Grüne im bayerischen Landtag mit Schwüren zur Bundeswehr – alles
Soldatenparteien. Man kann nur davor warnen, so etwas als „die Bayern wieder” oder als lächerlich abzutun.
Es ist Ausdruck eines sicher ändernden neu-deutschen Mindsets - und das ist nicht auf Bayern beschränkt,
sondern findet sich auch in anderen Bundesländern. Dieses neue Mindset ist von allumfassender
Militarisierung geprägt.
Mehr noch, die neue politische Sprache der „Zeitenwende“ macht deutlich, dass Politiker*innen scheinbar immer
unvoreingenommener, den Krieg, die kriegerische Auseinandersetzung, den Einsatz von Waffen, allen friedlichen Wegen
der Konfliktbeseitigung vorziehen. Auch dies fördert Ängste. Wir erleben eine Welle der Militarisierung in allen
Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. ln die Sprache unserer Politiker haben Wörter, wie Vernichtung, Zerstörung
und ein umfangreiches militärische Vokabular Einzug gehalten.
Hochschulen werden dazu angehalten, verstärkt die militärische Verwendung ihrer Forschung mitzudenken und das
„Zivile“ zurück zu stellen. Zivilklauseln, die eine friedliche Ausrichtung der Lehre und Forschung sicherstellen
sollten und in einigen Grundordnungen der Universitäten festgeschrieben waren, sollen gestrichen werden - damit
soll wieder möglich werden, die Universitäten und Forschenden unmittelbar zur Entwicklung moderner Waffen
heranzuziehen.
Schulen sollen dazu verpflichtet werden, der Rekrutierung der Bundeswehr die Türen zu öffnen. Nach dem Willen
nicht weniger Politiker, erscheinen lugenoloffiziere bestens dafür geeignet, Sicherheit und internationale Politik
in den Schulen zu erklären ob die militärische Sicht auf die Konflikte der Welt dabei hilft, diese friedlich
beizulegen, darf bezweifelt werden. Selbst unsere Bürokratie und Wirtschaft sollen in ihren Entscheidungen und ihrem
Handeln stromlinienförmig kriegstüchtig – kriegsbereit – werden.
Unser Verteidigungsminister spricht davon, dass wir in fünf Jahren mit einem Angriff Russlands rechnen müssen.
Und er kennt nur eine Lösung: Mit dem Schulden-finanzierten Aufrüstungsprogramm von 100 Mrd. für die Bundeswehr und
die perspektivische Erhöhung des Bundeswehretats von derzeit 53,3 Mrd. EUR auf über 70 Mrd. EUR steckt dieses Land
immer mehr Geld ins Militär- Geld, was an anderer Stelle, im Sozialen, in der Bildung in der Gesundheit fehlen wird.
Zuletzt wurden wir darüber informiert, dass nun auch wieder Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationiert
werden, über deren Einsatz, so steht zu vermuten, ein ferner US-Präsident entscheidet. Waffensysteme die auch mit
Atomwaffen zu bestücken wären – was natürlich niemand vorhat.
Mit diesen Schritten ~ zu denen auch die Debatte über die Wiederbelebung der Wehrpflicht gehört – bewegen wir
uns Rückwärts in der Geschichte. Langsam aber sicher werden wir an den Gedanken neuer Kriege gewöhnt. Man kann hier,
wie Regierung, eine Unausweichlichkeit erkennen, eine Alternativlosigkeit die einer Aggression anderer, namentlich
Russland, geschuldet ist. Man kann hier aber auch eine Spirale immer neuer Aufrüstungs- und Drohszenarien erkennen,
die immer mehr unserer Kontrolle entgleitet.
Wenn wir heute an die grausamen Folgen vergangener Kriege erinnern, sollten wir das auch zum Anlass nehmen vor
all diesen Tendenzen zu „neuen“ Kriegen zu warnen. Militarisierung ist ein schleichender Prozess – aber ein
sichtbarer!
Das Eintreten für den Frieden geschieht auf vielen Ebenen – es kann seinen Ausdruck in Mahnwachen oder
Großdemonstrationen finden ... wesentlich ist, auch dies sichtbar zu machen.
Vielen Dank.
Dr. Andreas Seifert ist aktiv bei der DFG-VK Gruppe Bonn-Rhein-Sieg
6. August 2024, Hiroshima-Tag: Gedenken und Demozug durch Beuel 18:00 Uhr
Das Gedenken an den Atombombenabwurf von Hiroshima hat 2024 wieder am
Hiroshima-Mahnmal am Beuler Rheinufer stattgefunden. Nach einem Grußwort
der Stadt durch die Bürgermeisterin Gabi Mayer (die Stadt Bonn ist Teil
der Mayors for Peace Vereinigung) zogen die ca. 80 Demonstranten in einer
kurzen Runde durch Beuel und machte so auf das Gedenken aufmerksam. Im
Anschluss wurden noch zwei Redebeiträge durch die Organisatoren
vorgetragen. Dier DFG-VK-Gruppe hat einen Infostand aufgestellt.
22.6.2024: Gedenken an die auf dem Bonner Nordfriedhof begrabenen Zwangsarbeiter, Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder aus der damaligen Sowjetunion
Bei sommerlichem
Wetter ist es sehr schön auf dem Nordfriedhof. Ich stehe unter schattenspendenden Bäumen und blicke auf die sonnenbeschienene Wiese vor mir.
Aber die kyrillisch beschrifteten Steinplatten im Gras zeigen, um was es geht. Für die Beueler Friedensgruppe hält Etta Fennekohl die Gedenkrede.
„Frieden stiften – Kriege beenden!“ Mit diesem Motto zieht am Ostersamstag, 30. April, der Bonner Ostermarsch durch die Stadt. Der nunmehr
11. Bonner Ostermarsch, zu dem 20 Friedensgruppen und Initiativen aufrufen, formiert sich um 13.00 Uhr am Beueler Rheinufer (Mirecourtplatz,
nahe dem Chinaschiff). Über die Brücke, wo mit Blumen der Toten von Krieg und Flucht gedacht wird, führt die Demonstration zum Bonner Münsterplatz.
Dort beginnt um 14.30 Uhr die Abschlusskundgebung.
Auf dieser wird u.a. Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands sprechen. Daneben tritt der Kölner Hip-Hopper Microphone Mafia auf.
Die Kriege in der Ukraine, in Israel und Palästina, in Syrien und über 40 weiteren Regionen weltweit führen jede Woche zu Tausenden von Toten und Schwerverletzten,
heißt es im Aufruf zum Bonner Ostermarsch 2024. Es müsse alles daran gesetzt werden, diese sofort zu beenden und künftige Kriege zu verhindern.
„Um dies zu erreichen, muss jede sich bietende Möglichkeit zu Verhandlungen genutzt werden“, erklärt Bernhard Bergmann, einer der Initiatoren des Bonner Ostermarsches.
Man dürfe sich nicht entmutigen lassen durch die angebliche oder tatsächliche Weigerung von Konfliktparteien zu Verhandlungen.
„Angesichts der neu entfachten Kriege verlieren die Ostermärsche leider nie an Aktualität und Notwendigkeit. Wir erleben gerade die Aufrüstung und Militarisierung der
Gesellschaft und sollen dazu auch mental „kriegstüchtig“ werden. Das Gegenteil ist angesagt: Wir müssen uns sichtbar dazu bekennen, friedenstüchtig zu werden“, so Doro
Schmitz aus dem Vorbereitungsteam.
Die Forderung nach Waffen und immer mehr Waffen mache auch vor Atomwaffen nicht Halt. „Die Ostermärsche wandten sich von Beginn an deutlich gegen Atomwaffen. Nicht
viel, aber doch manches konnte erreicht werden, zum Beispiel der 2021 in Kraft getretene UN-Atomwaffenverbotsvertrag. Es ist erschreckend, dass heute erneut nach
Atomwaffen und nuklearer Teilhabe in und für Europa gerufen wird, statt dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten“, erklärt Susanne Rohde vom Veranstaltungsteam des
Bonner Ostermarschs.
Zusatzinformation:
Microphone Mafia ist eine Hiphop-Gruppe aus Köln. In Bonn ist sie insbesondere durch ihre gemeinsamen Auftritte mit der Holocaustüberlebenden
Esther Bejarano bekannt.
Michael Müller ist Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands. Er war von 1983 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 2005 bis 2009
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Kabinett Merkel
Bitte verzichtet auf Nationalfahnen und Parteifahnen. Bringt aber so viele Friedensfahnen mit, wie es geht. Inhaltliche Transparente sind auch hoch willkommen.
Pappschilder wären auch klasse, damit unser Zug richtig bunt wird. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
24. Februar 2024: Schutz und Asyl für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus Russland, Belarus und der Ukraine
Kundgebung des Friedensforums Bonn am Samstag, 24.2.2024, 11-13 Uhr, Friedensplatz Bonn, mit Rudi Friedrich, Connection e.V.
Zwei Jahre mörderischer Krieg in der Ukraine und keine Aussicht auf ein Ende - immer mehr Menschen in Russland, Belarus und der Ukraine wollen sich nicht mehr an den Kriegshandlungen
beteiligen und verweigern oder desertieren. Das Friedensforum Bonn veranstaltet hierzu am 24. Februar von 11-13 Uhr eine Kundgebung auf dem Friedensplatz. Es spricht der Gründer der
Hilfsorganisation Connection e.V., Rudi Friedrich.
Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ist ein für alle Menschen gültiges Menschenrecht – so eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes 2011. Aber dieses Recht wird den Menschen
in Russland, Belarus und Ukraine heute verweigert, gegen sie werden Gefängnisstrafen verhängt. Das Friedensforum Bonn fordert deshalb, dass Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Russland,
Belarus und Ukraine in Deutschland als Asylberechtigte anerkannt werden.
Unsere Bonner Kundgebung ist zeitlich so gelegt, dass jeder Interessierte danach (z.B. um 13:04 oder 13:33 Uhr ab Bonn Hbf zur großen Demo in Köln fahren kann, die um 14 Uhr beginnt.
26. Januar 2024: „Für Hoffnung und Menschlichkeit“ Gespräch mit Friedensaktivisten der "Combatants for Peace" aus Palästina und Israel
Bei den "Combatants" handelt es sich tatsächlich um (ehemalige) Kombatanten, die selbst im Krieg waren, aber aus ihren Erfahrungen gelernt und Konsequenzen gezogen haben.
20. Januar 2024: Keine Munitionsfabrik in Troisdorf - wir beugen uns nicht dem Druck aus Berlin!
Trotz Schnee und frostigen Temperaturen haben wir am 20. Januar 2 Stunden lang mitten in der belebten Troisdorfer Fußgängerzone einen ersten Informationsstand für die Troisdorfer Bürger zu diesem
Thema gemacht. Beteiligt waren die Ortsgruppen Köln und Bonn-Rhein Sieg der DFG-VK, die Linke in Troisdorf und andere Gruppen, insgesamt 21 engagierte Personen. Wir haben dabei mit vielen Bürgern gesprochen,
die teils gut, teils wenig über den politischen Druck aus Berlin informiert waren, dem der Troisdorfer Rat und der Bürgermeister seit Wochen seitens der Rüstungsindustrie und ihrer politischen Helfer ausgesetzt
sind. Wir unterstützen die Troisdorfer Bürgerschaft darin, dem Bau preiswerter Wohnungen nahe der Innenstadt Vorrang einzuräumen gegenüber den Interessen der Rüstungswirtschaft, die mitten in Troisdorf die
Munitionsproduktion ausbauen möchte.
Nächste Aktion: Demonstration und Kundgebung in Troisdorf am 2. März.
Vorbereitungstreffen dazu Mitte Februar. Genauere Informationen in Kürze hier.
Wer mitmachen möchte: Email an: bonn-rhein-sieg@dfg-vk.de
Hier ist der Text des Aufrufs des Troisdorfer Aktionsbündnisses:
2023: Friedensveranstaltungen in Bonn und Rhein-Sieg
26. September 2023: Friedenspolitik wie wir sie uns wünschen (Teil der Bonner Friedenstage)
Texte und Meinungen, 16 - 18 Uhr, Remigiusplatz
23. September 2023: »Die Waffen nieder!« – gilt das auch heute noch? (Teil der Bonner Friedenstage)
Zum Anlass des 180. Geburtstages von Bertha von Suttner und des 30-jährigen Bestehens der Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK widmet sich das Symposium der Frage,
was die Forderung nach dem Niederlegen der Waffen heute bedeutet und welche Herausforderungen und Perspektiven für Pazifismus und Friedensbewegung darin entstehen.
Als Impulsgeberin erwarten wir unter anderem die Theologin Margot Käßmann.
13:00 - 20:30 Uhr, Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, Bonn
<anmeldung@bertha-von-suttner-stiftung.de>
19. September 2023: Friedenspolitik wie wir sie uns wünschen (Teil der Bonner Friedenstage)
Texte und Meinungen, 16 - 18 Uhr, Remigiusplatz
12. September 2023: Friedenspolitik wie wir sie uns wünschen (Teil der Bonner Friedenstage)
Texte und Meinungen, 16 - 18 Uhr, Remigiusplatz
6. September 2023: Ukrainekrieg: Chance auf Verhandlungen? (Teil der Bonner Friedenstage)
Vortrag von Andreas Zumach, Mitglied der DFG-VK
Haus der evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn
19 - 21 Uhr, Großer Saal
5. September 2023: Friedenspolitik wie wir sie uns wünschen (Teil der Bonner Friedenstage)
Texte und Meinungen, 16 - 18 Uhr, Remigiusplatz
13. Juni 2023: Die UNO - Eine Brücke zum Frieden in der Ukraine und weltweit – Was braucht es?
Vortrag und Diskussion mit Hans-Christof von Sponeck
19.00 Uhr, Mühlheimer Platz 1 (VHS), Bonn
Der Krieg in der Ukraine führt einmal mehr vor, wie wichtig eine funktionierende UNO sein könnte. Ihre scheinbare Dysfunktionalität als friedenserhaltende Instanz heizt Debatten um ihre Reform an. Dabei
divergieren die Vorstellungen, wie eine Reform aussehen könnte: in den westlichen Industrieländern wird hierzu an eine andere Reform gedacht, als in den Schwellenländern oder aber auch in den Entwicklungsländern im
Süden. Der Vortrag will nicht nur kritisch beleuchten, mit welchem Perpektive man jeweils auf die UNO als Akteur in Konflikten blickt, sondern will auch konkret fragen, welche Änderungen notwendig sind, um
effektiv bewaffnete Konflikte zu verhindern.
Der Krieg in der Ukraine dient als Ausgangspunkt unserer Debatte, es soll aber auch deutlich werden, dass die UN-Reform schon länger gefordert wird. Die Defizite der UNO sind nicht erst mit dem russischen
Angriffskrieg aufgetreten. Mit Hans-Christof von Sponeck haben wir einen Referenten gewinnen können, der selbst lange Jahre in der UNO gearbeitet hat und sich kritisch mit ihrem Wirken zuletzt vor allem im Bezug zum arabischen Raum
auseinander gesetzt hat. Als Fachmann für Entwicklungspolitik setzt er sich seit Jahren auch mit der Frage auseinander, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit multilateral geführte
Friedensverhandlungen zustande kommen und erfolgreich geführt werden können. Als Ehrendoktor der Universität Marburg ist er eng mit der deutschen Friedens- und Konfliktforschung verbunden und Träger zahlreicher Friedensauszeichnungen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei – um Spenden wird gebeten.
Die Veranstaltung des Friedensforums Bonn wird unterstützt von der
DFG-VK Gruppe Bonn-Rhein-Sieg und dem Netzwerk Friedenskooperative.
Erinnerung: 20. März 2023, 20. Jahrestag des Angriffskriegs gegen den Irak durch die USA und die Koalition der Willfährigen
Vor zwanzig Jahren, am 20. März 2003, überfiel eine Koalition „westlicher“ Staaten den Irak, völkerrechtswidrig und auf der Grundlage vorgetäuschter, konstruierter Nachweise
(heutzutage auch „alternative Fakten“ genannt). In Europa war vor allem Großbritanniens Blair ein Vorkämpfer dieses Krieges und gerade auch der damit verbundenen Lügenkampagne.
Frankreich machte dagegen nicht mit, und, zumindest offiziell, auch nicht Deutschland (unter Kanzler Schröder - die Oppositionsführerin Merkel wollte dagegen die militärische Beteiligung Deutschlands an diesem Krieg).
Zwar war der Irak damals eine nach innen blutige und auch nach außen selbst kriegslüsterne Diktatur, aber durch diesen Überfall änderte sich nichts zum besseren.
Als Kommentare hier der Verweis auf zwei Artikel im Guardian (entsprechend auf Englisch), einmal zum Irak-Krieg als Vorlage für den russischen Krieg in der und gegen die Ukraine, dann über die Folgen:
Kundgebung des „Friedensforums Bonn“: „Stoppt das Töten in der Ukraine“: Samstag, 25. Februar 2023, 13 Uhr, Münsterplatz in Bonn
Es spricht u.a. Margot Käßmann
ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK), unsere Stimme bei dieser Veranstaltung
Samstag, 21. Januar 2023, 11:55 Uhr: Kundgebung (vor dem Rathaus Bonn um „5 vor 12“) für den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag
Der AVV ist vor zwei Jahren, am 22. Januar 2021, in Kraft getreten.
Der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) ist notwendig geworden, weil sich die Atomwaffenstaaten seit über 50 Jahren weigern, der Verpflichtung zu vollständiger
nuklearer Abrüstung aus dem Nichtverbreitungsvertrag nachzukommen.
Während des Kalten Krieges hat das die Welt zwar mehrfach an den Rand des Untergangs geführt, aber am Ende doch den 3. Weltkrieg verhindert. Nun zeigt sich: Wegen dieser Verweigerung aller Atommächte kann Russland
derzeit unter dem Schutzschirm seiner atomaren Abschreckung auch einen schrankenlosen konventionellen Eroberungskrieg führen, bei dem die direkten Zerstörungen ausschließlich auf dem Gebiet der Ukraine stattfinden.
So hält auch die Bundesregierung an der nuklearen Teilhabe in der NATO fest. 60 km von Bonn entfernt lagern in Büchel in der Eifel etwa 20 Atombomben mit einer
Sprengkraft von jeweils bis zu 13 Hiroshima-Bomben. Dazu stehen Tornado-Jagdflugzege als Trägersysteme bereit. Im Kriegsfall sollen Bundeswehrsoldaten die atomar-tödliche
Last in die Ziele fliegen.
Statt abzurüsten, rüstet die Bundesregierung auch atomar auf: Büchel wird für 260 Mio. Euro umgebaut. 35 neue US-Tarnkappenbomber werden bestellt. Neue zielgenauere B61-12-Atombomben
sollen in Kürze in Büchel stationiert werden. Sie senken die Hemmschwelle zu einem Einsatz und sind zugleich erste Ziele in einem Atomkrieg.
Das Konzept der „nuklearen Teilhabe“ ist völkerrechtswidrig. Denn nach dem Nichtverbreitungsvertrag für Nuklearwaffen darf die Bundesrepublik weder unmittelbar noch mittelbar über
Atomwaffen verfügen. Und in Büchel haben wir genau diese mittelbare - und im Ernstfall unmittelbare - Verfügungsgewalt. Jeder Einsatz von Atomwaffen wäre völkerrechtlich ein Verbrechen.
Denn der Internationale Gerichtshof hat schon 1996 in einem von der UNO angeforderten Gutachten erklärt, dass der Einsatz dieser Waffen „generell“ völkerrechtswidrig sei.
Atomwaffen können nicht zwischen Kriegsbeteiligten und Zivlist*innen unterscheiden, sie verursachen extreme Qualen, wirken durch die Strahlung unbegrenzt, zerstören die Umwelt,
ziehen unbeteiligte Staaten in Mitleidenschaft und bedrohen den gesamten Planeten.
Wir fordern den Abzug der Atombomben aus Büchel, den Ausstieg aus der nuklearen Teilhabe in der NATO, keine neuen Atombomber F-35!
Deutschland muss dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten!
Die Stadt Bonn hat den Städteappell von ICAN (Int. Koalition zur Abschaffung aller Atombomben) unterzeichnet und steht damit hinter unserer Forderung.
2022: Friedensveranstaltungen in Bonn und Rhein-Sieg
8. Dezember 2022: Mahnwache für den Friedens- und Klima-Aktivisten Elu
Zur Mahnwache vor dem Bonner Gericht am 8. 12. 2022 für den Friedens- und Klima-Aktivisten 'Elu' bemerkt Wolfgang Utsch: „Noch selten habe ich
bei Aktionen an Samstagen in der Stadt so viele, qualifizierte, positive Rückmeldungen von Passanten/innen (!) erlebt, wie an diesem
Donnerstag um 15.00 Uhr ff am Gerichts-gebäude!“ Worum es dabei ging, schildert Elu selbst in seinem folgend wiedergegebenen Brief.
Für diejenigen, die nicht dabeisein konnten, besteht nun die Möglichkeit, Elu für seinen konsequenten Widerstand gegen Rüstung und Krieg und gegen
Klimasünden durch Verbrennung von Unmengen an fossiler Energieträger in den Industriestaaten per Post - in den Knast - zu danken (s. seinen Brief)!
Klimaschutz und Militär, die Themen hängen nunmal eng zusammen, wie auch das folgende Infoblatt zeigt:
Ärztinnen und Ärzte der IPPNW warnen: Infoblatt Krieg und Rüstung, und hier ausführlicher.
Ernst-Ludwig Iskenius
19249 Lübtheen den 3. Dezember 2022 e-mail: <iskenius@ippnw.de>
An meine potentiellen Unterstützer und Unterstützerinnen, Freunde und Freundinnen, Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen,
20-tägige Erzwingungshaft ab 8.12.2022 in der JVA Bützow (Mecklenburg-Vorpommern)
Ihr Lieben,
wegen meiner Weigerung, ein Bußgeld von 500 Euro einfach an die Staatskasse abzufü
hren, sondern lieber dieses Geld für die Unterstützung von Kriegs
dienstverweigerern,-entzieher und Deserteuren (Organisation Connection e.V.
) zu spenden, ganz nach dem Motto: "Für Eure Kriege zahle ich
nicht" soll ich nun für 20 Tage in Erzwingungshaft.
Zur Erinnerung: Am 18. September 2020 betraten wir mit fast 30 Personen
Europas modernsten Kriegsübungsplatz. Jeder Mensch, der als Soldat zu Auslandseinsätzen
abkommandiert wird (freiwillig wie unfreiwillig), durchläuft auf diesem
Truppenübungsplatz ein spezifisches Trainingsprogramm zur Ausbildung an den
modernsten neuen tödlichen Waffen, die
die Bundeswehr besitzt. Seit Jahren gibt es schon Proteste dagegen.
Am 28.10.2021 wurde ich vom Amtsgericht Bonn zu einer Geldbuße von 500,- Euro wegen einer Ordnungswidrigkeit verurteilt.
(707 OWI-337 Js 976/21-297/21) Ich hatte
mich auf rechtfertigenden Notstand nach §34 Strafgesetzbuch angesichts der z.T. völkerrechtwidrigen militärischen
Einsätze und ihren desaströsen Folgen für die betroffene Bevölkerung (siehe z.B. Kosovo, Afghanistan,
Horn von Afrika, Mali) - deren Scheitern war ja schon damals abzusehen - berufen. Die Antwort des Richters in seinem Urteil:
"Einen Rechtfertigungsgrund stellen sie keinesfalls dar"
Wegen juristischer Aussichtslosigkeit habe ich auf weitere Rechtsmittel damals verzichtet.
Auf die mehrmalige Aufforderung der Staatsanwaltschaft Bonn, mein Bußgeld endlich zu bezahlen, begründete
ich meine Weigerung mit einem Gewissenskonflikt. Als Kompromiss hatte ich im Juli die Zahlung des Bußgeldes
an Connection e.V. vorgeschlagen. Auf diesen Vorschlag ist weder das Amtsgericht, noch die Staatsanwaltschaft eingegangen
und haben nun Erzwingungshaft angeordnet.
Voraussichtlich werde ich vom 8.12. -27.12.22 in der JVA Bützow in Haft sein. Ihr könnt meinen Protest gegen die
zunehmende Militarisierung und Fixierung militärischer Lösungen unter Vernachlässigung ziviler
Konfliktlösungsstrategien folgendermaßen unterstützen:
Schreibt höflich an die Staatsanwaltschaft (mit Kopie an mich und evt. mit Kopie ans Amtsgericht Bonn,
dass Ihr meinen "Protest hinter Gittern" unterstützt. Ich bin allerdings kein Opfer der Justiz,
sondern habe mich bewusst für diesen Schritt entschieden, um auf die zugespitzte Dramatik unserer Militärpolitik
hinzuweisen. Jetzt wird z.B immer deutlicher, dass durch die immense Aufrüstung
(100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr) die selbstgesteckten Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels
klar verfehlt werden. Skandalös ist, dass die CO2 Emissionen, die durch die Militärs verursacht werden, noch nicht einmal in
den Berechnungen berücksichtigt werden. Weitere Argumente findet Ihr im beigefügten Brief an die
Staatsanwaltschaft oder dem Info-Blatt der IPPNW: "Risiken und Nebenwirkungen von Militär und Krieg" zu bestellen bei der
Geschäftsstelle der IPPNW Körtestrasse 10 10967 Berlin
Ihr könnt gerne meinen Protest verbreiten, allerdings bitte so, dass mein Protest hinter
Gittern nichts außergewöhnliches ist, sondern Teil des gewaltfreien zivilen Widerstandes,
der überall auf der Welt praktiziert wird, für viele mit größeren Folgen als für mich.
pan>Ihr könnt gerne auch verschiedene Bundestagsabgeordnete, besonders die aus MV, auf die Berechtigung meines Protestes
hinweisen und sie auffordern, in dieser Zeit mich mal zu besuchen.
Kommt zur Mahnwache am 8.12.22 vor die JVA Bützow. Nähere Details erfahrt Ihr im nächsten Rundbrief.
Ihr könnt auch bei meinem Wohnprojekt in Brömsenberg Tel: 038855 78 46 90 weiteres erfahren. Natürlich könn
en auch zwischen dem 9. und 26.12. -selbstorganisiert vor dem Gefängnis- kleine Aktionen stattfinden.
Ich freue mich natürlich über Post in die JVA.Wenn ich zurückschreiben soll, legt bitte eine Briefmarke 0,85 Euro bei Adresse:
Ernst-Ludwig Iskenius
JVA Bützow
Kühlungsborner Str. 29a
18249 Bützow
Natürlich freue ich mich über jeden, der bei der nächsten GÜZ-Aktion mitm
achen kann und möchte. Gerne sich auch später noch einmal melden.
Gerade in Krisen- und Kriegszeiten wird der Zivile Ungehorsam (ZU) politis
ch bekämpft (siehe die Beschimpfungen und harten juristischen Verfol
gungen der Aktivisten von Last Generation und anderer Klimaaktivist*innen).
Gerade die jungen Menschen brauchen öffentliche Rückenstärk
ung. Dieser gewaltfreie zivile Widerstand ist notwendiger denn je. Das müssen wir
den Entscheidungsträgern in Berlin und anderen Hauptstädten deutlich machen.
Schon jetzt herzlichen Dank für jedes Zeichen der Solidarität. Euch allen frohe und
entspannende Feiertage und schon einen zuversichtlichen Jahreswechsel, auc
h wenn die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sich alles
andere als Hoffnung schöpfend darstellen.
Herzliche Grüße
Euer
Elu (Ernst-Ludwig Iskenius)
19. November 2022: Aktionstag gegen das Töten in der Ukraine
In Bonn gab es (am Dreieck) einen Infostand von 11 Uhr bis 12 Uhr, und ab 12 Uhr eine kurze Kundgebung, mit u.a. Joachim Schramm (von unserem Landesverband) als Redner. Hier seine Ansprache auf YouTube und hier als Manuskript.
Der DFG-VK-Bundesverband hatte, gemeinsam mit mit einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen für den 19. November 2022 zu
bundesweiten, dezentralen Protesten aufgerufen:
Unter dem Motto „Stoppt das Töten in der Ukraine – Aufrüstung ist nicht die Lösung!“ gehen wir für einen Waffenstillstand, Friedensverhandlungen,
den Rückzug Russlands aus der Ukraine und gegen Aufrüstung auf die Straße.
Wir fordern die Bundesregierung auf, aktiv an einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu arbeiten.
„Eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents“, so hat Bundeskanzler Olaf Scholz den russischen Überfall auf die Ukraine charakterisiert. Es stimmt:
Die Bedeutung des Ukraine-Krieges wie auch seine Konsequenzen sind immens. Richtig einschätzen lässt sich beides aber nur, wenn man die Vorgeschichte des Krieges in den Blick nimmt – und zwar
nicht nur auf russischer, sondern auch auf westlicher Seite. Denn der Machtkampf um die Ukraine hat nicht am 24. Februar 2022 mit Russlands völkerrechtswidrigem Angriffskrieg, sondern viel früher begonnen.
Der Vortrag beleuchtet die Vorgeschichte des Kriegs, die Reaktionen des Westens auf ihn und seine Folgen.
Veranstalter: Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen, Ortsgruppe Bonn-Rhein-Sieg und ‚Anti-Kriegs-AG‘
Infos: Wolfgang Utsch <bonn-rhein-sieg@dfg-vk.de>
14. Oktober 2022: Für den Atomwaffen-Verbotsvertrag (Erinnerung an die Grünen)!
Zu Beginn des grünen Parteitags (Bundesdelegiertenkonferenz) haben wir, d.h. DFG-VK, ICAN Deutschland, Netzwerk Friedenskooperative und IPPNW,
die eintreffenden Delegierten an die Bedeutung des Atomwaffen-Verbotsvertrags (AVV) erinnert.
Für den AVV! - Demos auf dem Platz der Vereinten Nationen - gegen Atomkraft und Braunkohle
Es demonstrierten dort aber auch andere Gruppen,
und in den Medienberichten war dann vor allem der Streit um den AKW-Weiterbetrieb sowie Lützerath Thema.
In dieser Dokumentation von Herbert Sauerwein <Herbert.S@Netcologne.de> auf Youtube kann man sogar unseren Beitrag für den Atomwaffenverbotsvertrag entdecken -
und auch einzelne leider fragwürdige Demonstrationsbeiträge, wie besonders auf „laut-werden.de“ dokumentiert.
24. September 2022: 4. Deutscher Wettbewerb der Friedensmusik 2022
Auf https://www.friedensmusik.de können alle Beiträge zum 4. Deutschen Wettbewerb der Friedensmusik noch angehört werden.
Dort finden sich auch weitere Informationen zum Friedensmusik-Wettbewerb.
Unterstützt vom Alois Stoff Bildungswerk der DFG-VK NRW,
der gemeinnützigen Bildungseinrichtung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) in NRW.
21. September 2022: Der Preis der „Zeitenwende“ – Welche Zukunft hat die internationale Rüstungskontrolle?
18:00 – 20:00 Uhr, Altes Rathaus Bonn
Bereits vor dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine wuchsen die
weltweiten Militärausgaben und die internationale Rüstungskontrolle
steckte in einer tiefen Krise.
Wie schlecht steht es derzeit um die internationale
Rüstungskontrolle? Wie wirkt sich der Krieg aus?
Wie können Vertrauen und Kooperation für gemeinsame
Sicherheit zwischen den Staaten wieder aufgebaut werden?
Und welche Initiativen braucht es, um Rüstungskontroll-
regime wiederzubeleben?
Podiumsgäste:
Dr. Dietmar Köster (SPD), Mitglied des Europäischen Parlaments
Dr. Max Mutschler, Bonn International Center for Conflict Studies (BICC)
Angela Kane, ehemalige Hohe Repräsentantin der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen, Fellow der Nuclear Threat Initiative
Veranstalter: Bonn International Center for Conflict Studies
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen NRW
Friedrich-Ebert-Stiftung, Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
https://www.fes.de/lnk/4p3
19. September 2022: Die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner
15.00 Uhr,
Ev. Gemeindeforum Auerberg, Helsinkistraße 4
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kontaktrunde
für Frauen der Ev. Lukaskirchengemeinde Bonn statt,
ist aber offen für alle Interessierten.
Veranstalter: Frauennetzwerk für Frieden e.V.,
Ev. Lukaskirchengemeinde Bonn
Infos: info@frauennetzwerk-fuer-frieden.de //
www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de
16.September 2022: 15. Bonner Friedenslauf
10:00 Uhr, Hofgarten
Im Fokus steht dabei in diesem Jahr die Friedens-
arbeit des forumZFD in der Ukraine und im Nahen Osten.
20 Prozent der Friedenslaufspenden kommen dem Streit-
schlichtungstreff des Frauennetzwerkes für Frieden zugute.
Infos: Claudia Osthues, forumZFD // osthues@forumZFD.de
16.September 2022: Der Ukrainekrieg: Hintergründe und Perspektiven
Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deut-
schen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, spricht
über das historische Verhältnis der Ukraine zur russischen
Föderation und über ... das Verhältnis der NATO
und russischer Föderation nach dem Ende der Sowjetunion
1991 und darstellen, welche Friedenskräfte es in der
Ukraine und in der russischen Föderation gibt, die zu einer
Deeskalation beitragen können. Was kann in Deutschland
getan werden, um zu mehr Frieden beizutragen?
Veranstalter: Beueler Friedensgruppe, Antikriegs-AG,
Aufstehen Bonn und Ev. Trinitatiskirchengemeinde Bonn
Infos: Wilfried Drews // wilfrieddrews@gmx.de
6. September 2022: Über den Krieg hinausdenken – Wie kann es weitergehen nach dem Ende des Krieges in der Ukraine?
Perspektiven des Zusammenlebens in Europa
19 Uhr im Haus der Kirche Bonn, Großer Saal, Adenauerallee 37 und online
Referierende:
Dana Jirouš, Projektkoordinatorin von
„Women’s Initiative for Peace in Donbas(s)“, Berlin
Andreas Zumach, Journalist und Publizist, Berlin
VertreterIn der Mariä-Schutz-Gemeinde (russ.-orthodox), Bonn
Maria Peter-Filatova – Jüdische Gemeinde Bonn
Veranstalter:
Evangelisches Forum, Katholisches Bildungswerk
Teilnahme präsent und online
8. Juli 2022, 11:55 („5 Minuten vor zwölf“): Bürgermeister für den Frieden - Mayors for Peace
BONN ZEIGT FLAGGE GEGEN ATOMWAFFEN!
Kundgebung zur Hissung der Friedensflagge vor dem Alten Rathaus:
Freitag, 8. Juli 2022, 11.55-12.30 Uhr, Markt, Bonn
Redebeiträge:
Gabi Mayer, Bürgermeisterin
Martin Singe, pax christi-Gruppe Bonn