Aktuelles

Zivile Sicherheit muss Priorität werden!

Coronakrise muss zum Umdenken führen: Die „Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ (DFG-VK) fordert mehr Investitionen in den Gesundheitssektor statt in die Bundeswehr und warnt vor einer Militarisierung im Rahmen der Krise.

Die Coronakrise ist aktuell eine große Herausforderung für die Gesellschaft. Die „Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ ist angesichts der Entwicklungen besorgt: „Wir können diese Krise mit Solidarität und praktischer Hilfe zwischen den Menschen und über Landesgrenzen hinweg überstehen“, erklärt Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer des Friedensverbands. Er warnt zugleich: „Die Krise könnte mit generellen Gesetzesverschärfungen sowie einer weiteren Aufrüstung etwa im Bereich von Überwachung und der Polizei einhergehen und versucht werden die Maßnahmen über die Gesundheitskrise hinaus aufrechtzuerhalten.“ Der großflächige Einsatz der Bundeswehr sowohl um polizeiliche als auch medizinische Aufgaben zu übernehmen, scheint nur noch eine Frage der Zeit. „Das zeigt nicht, dass wir die Bundeswehr im Innern brauchen, sondern verdeutlicht vielmehr, dass es an zivilen Gesundheitseinrichtungen mangelt“, so Schulze von Glaßer. Seit vielen Jahren sei die Bundesregierung auf einem „vollkommen falschen sicherheitspolitischen Weg“, kritisiert der DFG-VK-Geschäftsführer: „Während Krankenhäuser geschlossen und Pflegekräfte unterbesetzt und unterbezahlt sind, hat das Militär immer mehr Geld.“ Für 2020 sind im Bundeshaushalt 45,1 Milliarden Euro für die Bundeswehr eingeplant, vor fünf Jahren – 2015 – waren es noch 33 Milliarden Euro: „Und der Gesundheitssektor ist nur ein Bereich, in dem die Sicherheit der Menschen hierzulande tatsächlich bedroht ist – auch zur Bekämpfung der Klimakatastrophe muss dringend mehr Geld eingesetzt werden, welches aus dem Wehretat genommen werden sollte“, schlägt Schulze von Glaßer vor.

In Zeiten der Coronakrise möchte die Organisation außerdem explizit an die Einhaltung der Menschenrechte erinnern. Katja Görgen, Bundessprecherin der DFG-VK mahnt: „Nationale Sicherheitsstandards sind wichtig. Dennoch dürfen wir Schutzsuchende nicht vergessen, die in ihrer derzeitigen Situation dem Virus schutzlos ausgeliefert sind. Das betrifft zum Beispiel die Lager auf Lesbos, wo über 20.000 Menschen auf einem Gelände wohnen, das für 3.000 Menschen konzipiert wurde.“ Die DFG-VK selbst hat ihr für das Wochenende geplantes vierteljährliches Bundesausschuss-Treffen abgesagt: „Wir wollen mit dafür sorgen, dass sich der Virus nicht noch weiter ausbreiten kann“, so Katja Görgen.

Monatstreffen bis auf weiteres ausgesetzt!

Damit sich das Corona-Virus nur langsamer ausbreitet, müssen leider auch unsere Monatstreffen bis auf weitere Mitteilung ausfallen (siehe auch unter "Monatliche Treffen").

"wie ebenso der Besitz von Atomwaffen unmoralisch ist"

Wo sich der Bonner Stadtrat und Oberbürgermeister Sridharan schwer tun, nimmt Papst Franziskus eindeutig Stellung.
Er erklärte am 24. November 2019 in Hiroshima:

... Aus tiefer Überzeugung möchte ich bekräftigen, dass der Einsatz von Atomenergie zu Kriegszwecken heute mehr denn je ein Verbrechen ist, ... Der Einsatz von Atomenergie zu Kriegszwecken ist unmoralisch, wie ebenso der Besitz von Atomwaffen unmoralisch ist, ... Wie können wir von Frieden sprechen, während wir an neuen, furchtbaren Kriegswaffen bauen? Wie können wir über Frieden sprechen, während wir bestimmte illegale Handlungen mit diskriminierenden und hasserfüllten Reden rechtfertigen? ...

Die Kirchengemeinde der Kreuzkirche Bonn sollte die Bundeswehrkonzerte nicht mehr zulassen!

Am Montag, den 02.12.2019 um 19:30 Uhr findet, wie jedes Jahr, in der evangelischen Kreuzkirche Bonn ein Adventskonzert der Bundeswehr statt. Veranstalter ist das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V.. Auch wenn das Bundeswehrkonzert als Sozialprojekt daher kommt, ist es dennoch eine Werbeveranstaltung der Bundeswehr. Es ist unerträglich das in einer Kirche Soldatenkonzerte statt finden dürfen. Es gibt wie wir hier erkennen einige wenige Gemeinden die den Weg des Friedens und die Lehre der Nächstenliebe eigentümlich auslegen. Für die Mehrheit der Gemeinden sind Bundeswehrauftritte in der Kirche unvorstellbar. Viele Kirchengemeinden gehen mittlerweile den Weg als Kirche des gerechten Friedens. Nur die Tatsache, dass die Bundeswehr Teil der Gesellschaft ist, rechtfertigt nicht das sie in Kirchen auftreten dürfen, denn es kommt darauf an für was eine Institution steht. Die Bundeswehr steht eindeutig für Gewalt und führt Gewalt aus, also genau entgegen der Lehre Jesu.

Videoaufzeichnung vom Friedens-Konzert mit Kristina Jakobs vom 21.09.2019

 Kristina Jacobs

Kristina Jacobs begeisterte die Zuhörer ihres Konzert am 21.09.2019 im Gewerkschaftshaus Bonn. Auch mit ihren eigenen Texten und Kompositionen überzeugte die Musikerin das Publikum. Ihre Lieder hatten die Botschaft von der Abkehr von Kriegen, hin zu einer Welt des Friedens. Lasst Euch von der Qualität ihres musikalischen Schaffens überraschen!

 

https://youtu.be/_Q0lT1DreUw

 

      Die Bonner Friedenstage
mit vielfältigen Programm
vom 30.08. bis 28.09.2019

Frieden fördern vor Ort und weltweit
Für 24 Stunden sollen die Waffen bedingungslos ruhen! Diese Forderung beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2001 und erklärte den 21. September zum Internationalen Friedenstag. Weltweit rufen nun Initiativen und Organisationen am UN Peace Day dazu auf, sich für ein friedliches Miteinander zu engagieren.

Der Koordinationskreis der Bonner Friedenstage organisiert auch in diesem Jahr vielfältige Veranstaltungen rund um den Internationalen Friedenstag. Es erwartet Sie ein umfangreiches Programm vom Start der „Bertha-Bahn“ (Linie 61/62), die ein Jahr lang das Porträt der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner trägt, zu Diskussionen und Vorträgen wie zu Herausforderungen beim Wiederaufbau in Syrien, zur Kündigung des INF Vertrags, zur Rolle der russischen Zivilgesellschaft, dem Friedensprozess in Kolumbien und der Vorstellung des Friedensgutachtens 2019. Viel Platz nimmt auch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema ein, 20 Filme werden gezeigt, es gibt Konzerte und ein neues Theaterstück. Am Friedenslauf der Schulen beteiligen sich wieder viele Kinder und Jugendliche.

Die Organisationen der Bonner Friedenstage laden Sie ein, sich zu informieren und zu debattieren, aktiv zu werden und so Frieden mitzugestalten.

Die Friedensiniative Beuel ruft, zusammen mit den Ärzten gegen Atomkrieg (IPPNW, Gruppe Bonn) und der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK, Gruppe Bonn-Rhein-Sieg) auf

 

zum Gedenken und zur Mahnung

am 74. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf

Hiroshima und Nagasaki

 

Dienstag, 6. August 2019:

17 Uhr Auftaktkundgebung vor dem alten Rathaus in Bonn (Marktplatz). Grußwort Ashok Sridharan (Oberbürgermeister Bonn), Redebeitrag: Susanne Rohde (FI Beuel) "Zur Bedeutung des ICAN Städteappells"

Demonstration nach Bonn-Beuel zum Hiroshima-Mahnmal am Rheinufer (südlich der Kennedybrücke), Route: Bonngasse, Friedensstr., Kennedybrücke nach Beuel

18 Uhr Kundgebung und Gedenken am Hiroshima-Mahnmal, (Frau Dr. Tamura-Foerster, Uni Bonn: Vorstellung des Hiroshima-Projekts vom Arbeitsbereich Japanisch am Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Robert Nicoll, FI Beuel: "Zur Kündigung des INF-Vertrages", N.N.: "Bericht über die Aktivitäten der Friedensgruppe Beuel am Lagerort der Atombomben in Büchel", Musikalische Umrahmung: Singegruppe "Hand in Hand"

 

Für eine Welt ohne Atomwaffen! Blumen für die Opfer von Hiroshima und Nagasaki.

„#ICANSave meine Stadt“: Wir appellieren an Oberbürgermeister und Stadtrat, sich anzuschließen.

Gegen die Kündigung des INF-Vertrages!

UN-Atomwaffenverbot zu unterzeichnen!

Der volle Text des Aufrufs findet sich unter: https://www.friedenskooperative.de/sites/default/files/datei/hiroshima-gedenken-2019-in-bonn-2896.pdf