Aktuelles

Protest gegen Angriffspläne auf Syrien

Mitmachen! Aktionen gegen Krieg

von Kristian Golla, Philipp Ingenleuf und Mani Stenner (Netzwerk Friedenskooperative)

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

Syrien:  Sie werden es tun.

Eine kleine Konzession an die UN ist die Verschiebung um einige Tage bis die Inspekteure ihre Arbeit getan haben. Sie sollen am jetzigen Samstag das Land verlassen.

Dann werden die USA, Großbritannien und Frankreich ihre kurz- bzw. gar nicht durchgedachte "Strafexpedition" mit Raketenangriffen gegen militärische Einrichten des Assad-Regimes in Syrien durchführen. Gleichzeitig urteilen alle beteiligten Krieger unisono, dass es für den seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien keine militärische Lösung geben kann.

Syrien: ein weiteres Kriegsverbrechen des Westens wird vorbereitet

von Paul Craig Roberts (USA)

Washington und seine britischen und französischen Marionettenregimes sind dabei, ein weiteres Mal ihr verbrecherisches Wesen zu enthüllen. Das Image des Westens als Kriegsverbrecher ist kein Propagandaimage, das von den Feinden des Westens geschaffen wurde, sondern das Bild, das der Westen von sich selbst gezeichnet hat.

Die britische Zeitung Independent berichtet, dass am vergangenen Wochenende Obama, Cameron und Hollande sich darauf geeinigt haben, innerhalb von zwei Wochen Angriffe mit Cruise Missiles (Marschflugkörper) gegen die syrische Regierung durchzuführen, ungeachtet des Fehlens jeglicher Genehmigung seitens der UNO und ungeachtet des Fehlens jeglicher Beweise für Washingtons Behauptung, dass die syrische Regierung chemische Waffen eingesetzt hat gegen die von Washington unterstützten „Rebellen“. Die sogenannten "Rebellen" sind weitgehend von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützte Kräfte aus dem Ausland, die die syrische Regierung stürzen wollen.

Rede am Hiroshima-Denkmal in Bonn-Beuel von Robert Nicoll

Robert Nicoll ist Sprecher der Beueler Friedensinitiative

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
wie Dieter Riebe schon deutlich gemacht hat, ist auch weiterhin unser Engagement und das der weltweiten Friedensbewegung notwendig. Wir freuen uns deshalb darüber, dass uns auch in diesem Jahr wieder die besten Wünsche der Wiener Friedensbewegung zugegangen sind. Ich zitiere aus ihrem Grußwort: „Trotz aller internationalen Bemühungen werden immer noch mehr als 2.000 Atomsprengköpfe in den Arsenalen auf höchster Alarmbereitschaft gehalten, das heißt, sie sind sofort einsatzbereit. Diese Situation können wir nicht länger dulden. Wir sind empört über die jahrzehntelange Verweigerung der Vernichtung aller Atomwaffen. Die atomare Abrüstung muss an die erste Stelle der Tagesordnung der internationalen Politik gesetzt werden.

Rede am Hiroshima-Denkmal in Bonn-Beuel von Horst Naaß

Horst Naaß ist Bürgermeister der Stadt Bonn

Ich grüße heute alle, die wie ich den Frieden lieben und deshalb hierher gekommen sind, um eines tragischen und traurigen Tages in der Geschichte der Menschheit zu gedenken. Und ich danke der Friedensinitiative Beuel und ihren Partnern von „Ärzte gegen den Atomkrieg“ und aus der „Deutschen Friedensgesellschaft“ für die Einladung, dies gemeinsam hier am Beueler Ufer zu tun.

Rede am Hiroshima-Denkmal in Bonn-Beuel von Dieter Riebe

Dieter Riebe ist Vorsitzender der DFG-VK Bonn-Rhein-Sieg

Atombomben gehören geächtet und abgeschafft!

Es ist wichtig, dass wir hier an den Atombombenabwurf vom 6.08.1945 gedenken. Es ist wichtig, dass wir dazu beitragen, dass dieses Verbrechen an der Stadt Hiroshima und 3 Tage später an Nagasaki nicht vergessen wird. Ja, es handelte sich um eine Massenvernichtung von Menschen, Tieren und Pflanzen einer ganzen Stadt. Unterschiedslos wurden ganze Familien ausgelöscht. Familien mit Kindern, Mütter, Väter, Eltern, Großeltern - ob arm oder reich - alle mussten sterben. Sie mussten sterben, weil skrupellose Politiker und Generäle es für richtig hielten, ihre militärische Macht zu demonstrieren. Atombomben sind eigentlich keine Waffen, sondern menschenverachtende Massenvernichtungsmittel und gehören unbedingt geächtet und abgeschafft.

Mali - Stellungnahme zur französischen Militärintervention in Mali

von Afrique-Europe-Interact


1. Vorbemerkung:

Immer wieder haben wir uns als Afrique-Europe-Interact in den letzten 9 Monaten zur dramatischen Mehrfachkrise in Mali zu Wort gemeldet, zuletzt mit einer taz-Beilage am 8. Dezember (http://www.afrique-europe-interact.net/index.php?article_id=821&clang=0) sowie seit Anfang Januar mit mehreren Pressemitteilungen und Spendenaufrufen anlässlich eines von der malischen Sektion von Afrique-Europe-Interact initiierten „Weißen Marsches“ in Mali
(http://www.afrique-europe-interact.net/?article_id=829&clang=0). Vor diesem Hintergrund möchten wir heute zu einigen der seit der französischen Militärintervention grundlegend veränderten Rahmenbedingungen Stellung beziehen, unter anderem dazu, wie sich das politische Kräfteverhältnis in Mali durch die Präsenz internationaler Truppen verschieben dürfte (was wiederum auf die Frage verweist, weshalb es überhaupt zur Intervention gekommen ist). Dabei wird – wie gehabt – bei unseren Überlegungen der Umstand eine zentrale Rolle spielen, dass wir in den letzten Wochen und Monaten in regelmäßigem, oft täglichem Kontakt mit AktivistInnen unseres transnationalen Netzwerks in Mali gestanden sind. Denn dies hat uns die Möglichkeit gegeben, die Auseinandersetzungen stets auch durch die Brille unserer malischen MitstreiterInnen zu betrachten und somit einige der in Europa fast zwangsläufigen Verkürzungen, Irrtümer, Projektionen und eurozentristischen Sichtweisen zu vermeiden oder zumindest klein zu halten.

 

Hände weg von Mali

Es gibt keinen Grund für eine Einmischung der Vereinigten Staaten von Amerika auf der Grundlage einer behaupteten Präsenz von al-Qaeda

von Dan Simpson (USA)

Die französische Entscheidung, militärisch in Mali, einer ehemaligen französischen Kolonie, zu intervenieren, hat wichtige Auswirkungen auf Mali, Frankreich und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Mali war ein grundsätzlich freundlicher westafrikanischer Staat mit einer demokratisch gewählten Regierung. Die Vereinigten Staaten von Amerika halfen, seine bewaffneten Kräfte auszubilden und auszurüsten. Das Land ist nahezu zur Gänze muslimisch, besteht hauptsächlich aus Wüste, hat 14 Millionen Einwohner und wenige Ressourcen. Es hat keinen Zugang zum Meer und grenzt an Algerien, Burkina Faso, Guinea, Elfenbeinküste, Mauretanien, Niger und Senegal.