Alarm-Glocken!

Hört, Glockengeläut! Hört, Glockengeläut!
Alarmglocke, Gefahrenglocke, Hört den Klang dieser Glocke!

Oh heißer Wunsch, oh Musikinstrumente, oh Saiteninstrumente, oh Harfen,
Oh, zarte Stimmen, oh,  liebliche Töne:
Singt aus tiefstem Herzen zusammen das Lied vom Frieden,
bis die Feuer des Krieges niemanden mehr belichten!

Alle Barrikaden, Ihr seid Gegengewicht für den Frieden dieser Welt:
Oh Wüste, oh Berge, oh Felsen, oh Steine!

Fegt die Kriegsflammen von der Erdoberfläche fort:
Oh Dajlaha! Oh Nielha! Oh Sendha! Oh Gangha!
Oh Kluge! Oh Erwachsene! Diese Zeit ist uns große Schande:
Denn Verrückte verbrennen in des Krieges Flammen die rosenwangigen Kinder!

Dieser Morgen ist ein wahrer Morgen, dieser Tag ist klar, Tag für Verliebte
Nun, auch der Abend ist nicht nur für Unzüchtige.

Wir müssen den Namen des Friedens schreiben auf die Erde, das Wasser und die Luft:
Bis der Name des Krieges aus allen Wörterbüchern gelöscht ist.

Bis ewig herrscht der Friede auf der ganzen Erde für alle Zeiten
bis der Hass aus den Herzen gerissen
und die Runzeln aus den Gesichtern verschwunden sind.


© Azim Shahbal Nawabi (*1935), Kabul 1986